Foto: Unteres Tor mit Färberturm und Stadtkirche
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Foto: Unteres Tor mit Färberturm und Stadtkirche
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Eine musikalische Reise durch die Stadtgeschichte

von Manuel Grosser

Bild: Die Gunzenhauser Stadtkapelle mit Stadtmusikmeister Otto Scheuernstuhl bei einem Festzug, 1920er Jahre

Auf ein wohlschmeckendes Stück Musikkuchen mit Sahne und Kirsche obendrauf dürfen sich alle Liebhaberinnen und Liebhaber der besonderen Klänge am Freitag, 20. Oktober 2023, freuen. Dann lädt Stadtarchivar Werner Mühlhäußer mit einer ausgewählten Riege an Musikerinnen und Musikern zur musikalischen Reise durch die Geschichte Gunzenhausens ein. Zu erfahren gibt es u.a. Kompositionen aus der Markgrafenzeit, zu hören sind elementare Stücke der Turmbläser und zu spüren Wohlklingendes von den Stadtmusikanten. Los geht´s um 19.30 Uhr, optisch anmutender Reiseort und Wohlfühloase fürs gediegene Zuhören ist der Markgrafensaal im Haus des Gastes.

 

Die musikalische Stadtgeschichte Gunzenhausens ist nicht nur vielseitig, sondern zeigt sich heute von zahlreichen Einflüssen und einzigartigen Persönlichkeiten geprägt. Da gab es z.B. einen Christian Friedrich Möbius (1788-1874), der in seinen 44 Jahren als Türmer auf dem Blasturm und Stadtmusikus den Männergesangsverein „Liederkranz“ förderte und später zudem den noch heute aktiven „Sängerbund“ gründete. Ebenfalls bis in die Gegenwart Inhalt zahlreicher Anekdoten und Geschichten ist das Wirken der Musikerfamilie Scheuernstuhl in der Stadt Gunzenhausen. Als umtriebige Stadtmusikmeister aus Leidenschaft machten sich Carl, Otto und Hans Scheuernstuhl einen Namen, auch weit über die Grenzen der Altmühlstadt hinaus. Carls sog. „Turner-Märsche“ wurden 1912 als Höhepunkt während des Fränkischen Turnerfests in Würzburg gespielt. Von seinem Sohn und Nachfolger Otto Scheuernstuhl wird es eine Original-Schallplattenaufnahme aus den 1920er-Jahren zu hören geben.

 

Am 20. Oktober 2023 gibt es jedoch nicht nur Musik zu erleben. Zwischen den Darbietungen wird Werner Mühlhäußer Interessantes aus der Gunzenhäuser Musikvergangenheit erzählen, beispielsweise über die historisch tief verwurzelte Kirchenmusik oder den tonalen Vorlieben des Wilden Markgrafen. Die ausgewählten Stücke werden von wechselnden Musikerinnen und Musikern interpretiert, darunter Max Pfahler am Klavier, Almut Pfahler an der Violine und Philipp Findeisen als Sänger.

 

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Bitte beachten Sie das begrenzte Platzangebot im Markgrafensaal.

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