Foto: Gunzenhausen Färberturm mit Weißenburger Straße
Notgeld der Stadt Gunzenhausen - 1 Milliarde Mark
Foto: Marktplatz
Epitaph von 1690 Ausschnitt | Quelle: Stadtarchiv Gunzenhausen

Miniaturausstellung begeistert aktuell auf der Hensoltshöhe

von Manuel Grosser

Rund 15.000 Klemmbausteine, verteilt auf drei Metern Länge, gebaut in ca. 120 Stunden und versehen mit unzähligen Details – das Gewinnermodell des Miniaturbauwettbewerbs „Gunzenhausen im Modell“ ist ein Musterbeispiel an menschlicher Kreativität. Der Gunzenhäuser Kurt Rohrmann hat sich in besonderer Art und Weise spielerisch-künstlerisch mit seiner Heimatstadt auseinandergesetzt und den Marktplatz im Maßstab 1:110 aus Klemmbausteinen nachgebaut. Damit steht sein Werk aber nur an der Spitze weiterer Exponate, welche aktuell im Rahmen der Miniaturausstellung „Gunzenhausen im Modell“ im Foyer der Zionshalle auf der Hensoltshöhe besichtigt werden können.

 

Anlässlich des Gunzenhäuser Stadtjubiläums wurde im letzten Jahr zur Teilnahme an einem Miniaturbauwettbewerb aufgerufen. Frei nach dem Motto „Aus Kleinem entsteht Großes“ konnten Bürgerinnen und Bürger kurzerhand in die Rolle einer Stadtbaumeisterin oder in die eines Stadtbaumeisters schlüpfen und historische Wahrzeichen oder persönliche Lieblingsorte im Miniaturformat nachbauen. Am letzten Wochenende wurden die Exponate erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Zu sehen gibt es einiges - ob gehäkelter Storchenturm, ein Nachbau der Hensoltshöhe aus alten Covid-Schnelltestverpackungen oder der Altmühlsee plus umliegender Ortsteile aus Lego. „Wir haben keine Vorgaben gemacht und der Kreativität freien Lauf gelassen“, erklärt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Miniaturbauwettbewerb haben Großartiges geleistet und man spürt die Freude, mit der die Modelle entstanden sind. Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung viel Spaß beim Kennenlernen dieser wunderbaren, alternativen Gunzenhäuser Erfahrungswelt.“

 

Die Ausstellung „Gunzenhausen im Modell“ wurde am 11. März 2023 offiziell eröffnet und kann auch am nächsten Wochenende (25./26. März 2023) von jeweils 11 bis 17 Uhr kostenlos im Foyer der Hensoltshöhe besichtigt werden. Anschließend werden die Exponate vorsichtig abgebaut und eingelagert. Pünktlich zum Tag der offenen Rathaustür am 15. Juli 2023 sind die Werke dann nochmal für einen Tag im Gunzenhäuser Rathaus zu sehen.

 

Die Wettbewerbsgewinner wurden im Vorfeld von einer Jury ermittelt. Der erste Preis, ein Wochenende für zwei Personen im Miniatur Wunderland in Hamburg, ging an Kurt Rohrmann für sein Modell „Marktplatz“. Das zweite Siegertreppchen wurde von Benedikt Braun und Anton Wunsch erklommen und mit einem Altmühlfranken-Gutschein in Höhe von 100 Euro belohnt. Deren Exponate „Souvenirs-Stand“ sind feine Holzarbeiten wie beispielsweise Schlüsselanhänger oder Brotzeitbrettchen, welche historische Stadtmotive zeigen. Die Drittplatzierten, Paul Herrmann, Lorenz Herrmann und Florian Krug, erhielten einen Altmühlfranken-Gutschein in Höhe von 50 Euro. Die drei Lego-Fans hatten den Altmühlsee detailreich aus Klemmbausteinen nachgebaut. Sogar die MS-Altmühlsee mit Kapitän Herbert ist zu sehen.

Der Gunzenhäuser Kurt Rohrmann belegte mit seinem Modell den ersten Platz.

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